Was passiert mit Ihrer Stromrechnung nach der Installation einer Photovoltaikanlage?
Jeden Monat kommt die Stromrechnung – und ein großer Teil davon entsteht durch Strom, den Sie vollständig von Ihrem Energieversorger beziehen. Mit einer Photovoltaikanlage verändert sich dieses Prinzip: Ein Teil Ihres Strombedarfs kann direkt durch die eigene Anlage gedeckt werden.
Doch was bedeutet das konkret für Ihre Stromrechnung? Und wie groß kann der Unterschied zwischen „vorher“ und „nachher“ tatsächlich sein?
Vorher: Der gesamte Strom kommt aus dem Netz
Ohne Photovoltaikanlage beziehen Sie Ihren Haushaltsstrom in der Regel vollständig aus dem öffentlichen Stromnetz.
Das bedeutet:
Stromverbrauch × Strompreis = Ihre Stromkosten
Je mehr Strom Sie verbrauchen und je höher der Strompreis ist, desto höher fällt Ihre Rechnung aus.
Besonders relevant wird das bei Haushalten mit einem höheren Verbrauch – beispielsweise durch:
Wärmepumpe
Elektroauto
Klimaanlage
mehrere Personen im Haushalt
viele elektrische Geräte
Die entscheidende Abhängigkeit bleibt dabei immer gleich: Sie kaufen den benötigten Strom zu den Konditionen Ihres Stromanbieters.
Nachher: Ein Teil des Stroms kommt vom eigenen Dach
Mit einer Photovoltaikanlage produzieren Sie einen Teil Ihrer benötigten Energie selbst.
Scheint die Sonne und verbrauchen Sie gleichzeitig Strom, kann dieser direkt aus der eigenen PV-Anlage genutzt werden. Für diesen Anteil müssen Sie keinen Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen.
Ein einfaches Beispiel:
Vor der Photovoltaikanlage
Angenommen, ein Haushalt verbraucht 4.500 kWh Strom pro Jahr.
Bei einem angenommenen Strompreis von 0,30 € pro kWh entstehen:
4.500 kWh × 0,30 € = 1.350 € Stromkosten pro Jahr
Nach der Photovoltaikanlage
Nehmen wir vereinfacht an, dass nach der Installation nur noch 2.500 kWh aus dem öffentlichen Netz bezogen werden müssen.
Dann ergeben sich:
2.500 kWh × 0,30 € = 750 € für den Netzstrom
In diesem vereinfachten Beispiel würden also 600 € weniger für den Strombezug aus dem Netz anfallen.
Wichtig: Das ist lediglich ein Rechenbeispiel. Die tatsächliche Ersparnis hängt von der Anlage, dem Verbrauch, dem Eigenverbrauch, dem Stromtarif und weiteren Faktoren ab.
Warum Eigenverbrauch so wichtig ist
Nicht nur die Menge des produzierten Solarstroms ist entscheidend. Besonders wichtig ist, wie viel davon Sie selbst nutzen können.
Produziert Ihre Anlage beispielsweise mittags viel Strom und gleichzeitig laufen Waschmaschine, Geschirrspüler oder Wärmepumpe, kann ein größerer Teil des Solarstroms direkt im eigenen Haushalt verbraucht werden.
Je besser Stromproduktion und Stromverbrauch zusammenpassen, desto weniger Strom muss aus dem Netz gekauft werden.
Das macht den Eigenverbrauch zu einem wichtigen Faktor für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage.
Und was passiert mit Strom, den Sie nicht verbrauchen?
Produziert die Photovoltaikanlage mehr Strom, als Sie gerade benötigen, kann der überschüssige Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden.
Alternativ kann ein Stromspeicher einen Teil dieser Energie für später verfügbar machen.
So kann beispielsweise tagsüber erzeugter Solarstrom am Abend genutzt werden, wenn die Anlage selbst weniger oder keinen Strom produziert.
Ob ein Speicher wirtschaftlich sinnvoll ist und welche Größe geeignet ist, sollte individuell anhand des Verbrauchsprofils geprüft werden.
Bedeutet Photovoltaik eine Stromrechnung von 0 €?
In den meisten Fällen sollte man mit diesem Versprechen vorsichtig sein.
Eine Photovoltaikanlage produziert nachts keinen Solarstrom und im Winter normalerweise deutlich weniger als an langen, sonnigen Sommertagen. Auch mit einem Speicher kann deshalb weiterhin Netzstrom notwendig sein.
Zusätzlich können unabhängig vom tatsächlichen Stromverbrauch feste Kosten des Stromtarifs bestehen.
Das realistischere Ziel lautet daher:
Nicht unbedingt keinen Netzstrom mehr kaufen – sondern möglichst viel des eigenen Strombedarfs selbst decken.
Welche Faktoren bestimmen die tatsächliche Ersparnis?
Wie stark sich Ihre Stromrechnung verändert, hängt unter anderem ab von:
Ihrem jährlichen Stromverbrauch
der Größe der Photovoltaikanlage
Dachausrichtung und Dachneigung
möglichen Verschattungen
dem individuellen Strompreis
Ihrem Eigenverbrauch
den Zeiten, zu denen Sie Strom benötigen
einem möglichen Stromspeicher
zusätzlichen Verbrauchern wie Wärmepumpe oder Elektroauto
Deshalb können zwei Häuser mit einer ähnlich großen Photovoltaikanlage am Ende unterschiedliche Ergebnisse erzielen.
Vorher und nachher: Der entscheidende Unterschied
Ohne Photovoltaik:
Sie kaufen nahezu jede benötigte Kilowattstunde beim Energieversorger.
Mit Photovoltaik:
Sie produzieren einen Teil Ihres Stroms selbst, nutzen ihn direkt und reduzieren dadurch Ihren Netzbezug.
Genau darin liegt einer der größten Vorteile einer eigenen Photovoltaikanlage: Ein Teil Ihrer zukünftigen Stromversorgung verlagert sich vom Energieversorger auf das eigene Dach.
Fazit: Die Stromrechnung verändert sich – aber individuell
Eine Photovoltaikanlage kann den Strombezug aus dem öffentlichen Netz deutlich reduzieren. Wie groß die tatsächliche Ersparnis ausfällt, lässt sich jedoch nicht mit einer einzigen Zahl für jeden Haushalt beantworten.
Entscheidend ist deshalb eine Anlage, die nicht einfach möglichst groß geplant wird, sondern zu Dach, Verbrauch und individuellem Bedarf passt.
Nord Solar System plant Photovoltaikanlagen individuell für die jeweiligen Gebäude- und Verbrauchsbedingungen. Dabei betrachten wir unter anderem Dachfläche, Stromverbrauch und mögliche Anlagengröße, um eine technisch und wirtschaftlich passende Lösung zu entwickeln.
Sie möchten wissen, wie sich eine Photovoltaikanlage auf Ihre Stromkosten auswirken könnte? Kontaktieren Sie Nord Solar System für eine individuelle Beratung.




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